Osterkörbchen häkeln – Osterkorb stricken – Anleitung

Ostern steht vor der Tür, die Schokohasen rücken in die Supermarktregale ein – höchste Zeit also, ein bisschen Kreativität ins Spiel zu bringen! Wenn du dir denkst: „Schon wieder diese langweiligen Plastikkörbchen?“, dann wird es Zeit, selbst Hand anzulegen. Ein selbstgemachtes Osterkörbchen ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine liebevolle Verpackung für kleine Geschenke und Süßigkeiten. Und das Beste: Du brauchst weder einen Abschluss in Textildesign noch 17 Jahre Häkelerfahrung – mit ein bisschen Geduld, Wolle und Freude am Basteln gelingt es fast jedem.

Warum Osterkörbchen häkeln oder stricken?

Vielleicht hast du dich schon gefragt: Muss ich das wirklich selber machen? Die Antwort ist ganz klar – nein. Aber du wirst überrascht sein, wie viel Spaß es machen kann, wenn du es doch tust 😊 Ein Osterkorb aus Garn ist nicht nur nachhaltiger als die gekaufte Variante aus Plastik oder Pappe, sondern auch viel persönlicher. Du kannst Farben und Muster selbst bestimmen und sogar kleine Details wie Öhrchen, Blümchen oder Namensschilder einbauen.

Außerdem sind gehäkelte oder gestrickte Körbchen robust, waschbar und jedes Jahr wiederverwendbar. Und wenn du Kinder hast, freuen die sich wie Bolle, wenn sie ihr ganz eigenes Körbchen mit dem Lieblingsmotiv bekommen. Auch als Geschenk ist so ein DIY-Korb ein echter Hit – zum Beispiel befüllt mit selbstgemachten Pralinen, Mini-Spielzeug oder bunten Eiern.

Osterkörbchen häkeln – So gelingt der Einstieg

Du brauchst nicht viel, um loszulegen. Für ein einfaches gehäkeltes Osterkörbchen genügen:

  • Baumwollgarn oder Filzwolle (ideal in Pastellfarben oder Naturtönen)
  • Häkelnadel (Größe passend zur Garnstärke)
  • Schere, Nadel zum Vernähen
  • Optional: Filz, Knöpfe, Glöckchen, Bänder zum Verzieren

Die klassische Variante ist ein rundes Körbchen mit flachem Boden und einem Henkel. Du beginnst in der Mitte mit einem Magic Ring (wenn dir der nichts sagt – keine Sorge, es gibt tolle YouTube-Tutorials dafür) und häkelst dann spiralförmig nach außen. Ab einer bestimmten Größe geht es dann gerade nach oben, um die Seitenwände zu formen.

Je nachdem, wie fest du häkelst, wird dein Körbchen stabil oder eher weich. Wenn du es besonders formstabil möchtest, kannst du mit doppeltem Faden arbeiten oder das Innere mit Bastelkarton auskleiden. Ein kleiner Trick aus dem Internet: Manche häkeln zusätzlich einen Draht in den Rand ein – das hält die Form super.

Osterkorb stricken – Für alle, die lieber Nadeln klappern lassen

Stricken geht natürlich auch – auch wenn die Struktur hier oft etwas lockerer wird als beim Häkeln. Du kannst zum Beispiel in Runden stricken oder zuerst einen Boden in Reihen, danach die Seitenwände hochstricken und alles zusammennähen. Besonders hübsch sehen gestrickte Körbe in Zopfmuster oder mit Perlmuster aus. Kleiner Tipp: Verwende möglichst festes Garn und stricke mit kleineren Nadeln als empfohlen, so wird der Korb schön stabil.

Falls du’s gerne rustikal magst, probier es mal mit dicker Filzwolle. Nach dem Stricken wirfst du den Korb bei 40 °C in die Waschmaschine – heraus kommt ein festes, gefilztes Körbchen mit natürlichem Look. Ideal für alle, die’s etwas rougher mögen 😉

Häkeln oder Stricken – Was ist besser für den Osterkorb?

Beide Varianten haben ihren Charme. Gehäkelte Körbchen sind oft fester und schneller gemacht – perfekt, wenn du spät dran bist oder ein etwas robusteres Modell brauchst. Stricken bietet dagegen mehr Möglichkeiten für Muster und Strukturen, ist aber oft zeitintensiver und braucht ein bisschen mehr Feingefühl.

Wenn du Anfänger bist und schnelle Erfolge sehen willst, würde ich dir raten: Fang mit einem einfachen Osterkörbchen aus festen Maschen an. Die Häkelnadel lässt sich leicht kontrollieren, und selbst wenn’s anfangs ein bisschen schief wird – das gehört dazu und macht das DIY-Stück am Ende nur noch sympathischer.

Anleitung für ein einfaches gehäkeltes Osterkörbchen

Hier mal ein grober Fahrplan für dein erstes Körbchen (kannst du natürlich nach Lust und Laune anpassen):

  1. Boden:
    Magic Ring, 6 feste Maschen, danach in jeder Runde gleichmäßig zunehmen (z. B. jede 2. Masche verdoppeln, dann jede 3. usw.), bis der Boden ca. 10–15 cm Durchmesser hat.
  2. Seitenwände:
    Ab jetzt ohne Zunahmen weiterhäkeln, damit sich der Rand nach oben wölbt. Etwa 10–12 Runden.
  3. Henkel:
    Eine Luftmaschenkette häkeln, auf der gegenüberliegenden Seite befestigen und in einer Reihe mit festen Maschen überhäkeln.
  4. Finish:
    Fäden vernähen, Körbchen nach Wunsch verzieren – z. B. mit Filzblumen, Stoffetikett oder kleinen Pompons.

Das Ganze dauert je nach Können und Größe etwa 1–2 Stunden. Und wenn du einmal den Dreh raus hast, sind auch größere oder ausgefallenere Modelle kein Problem mehr.

Inspiration und Tipps aus der Community

Viele, die ihre ersten Körbchen gemacht haben, berichten: Es macht süchtig 😄 Die meisten starten mit einem ganz einfachen Modell und steigern sich dann in kreative Höhen – mit Tiergesichtern, Mustern oder mehreren Fächern im Korb. Eine Nutzerin im Handarbeitsforum meinte, sie hat sogar kleine Mini-Körbchen als Tischdeko für den Osterbrunch gehäkelt. Wie süß ist das denn?

Wenn du auf Instagram oder Pinterest unterwegs bist – such dort ruhig mal nach „Osterkorb häkeln“ oder „Easter crochet basket“. Da findest du Unmengen an Ideen, Farbkombis und Inspirationen. Und denk dran: Dein Körbchen muss nicht perfekt sein – es soll vor allem Spaß machen und mit Liebe gemacht sein.

Fazit: Osterkörbchen häkeln – Kreativ, persönlich, nachhaltig

Ob du lieber häkelst oder strickst – ein selbstgemachter Osterkorb ist immer ein kleines Kunstwerk. Er bringt nicht nur Farbe auf den Tisch, sondern auch ein bisschen Entschleunigung in den oft trubeligen Alltag. Du entscheidest über Form, Farbe und Stil – und hast am Ende etwas in der Hand, das bleibt.

Also: Warum nicht mal wieder Wolle statt WhatsApp in die Hand nehmen? Wer weiß, vielleicht wird das ja der Beginn deiner ganz eigenen Ostertradition. 🧶💛

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